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Lebensthemen / Der verlorene Zwilling

Am Anfang waren wir zu zweit

Ein kaum beachtetes Phänomen: Der verlorene Zwilling

Viele Menschen gehen oft jahrelang in Therapie, um sich von ihren Verlustängsten, unerklärlichen Schuldgefühlen, ihrer Panik in engen Räumen oder anderen unangenehmen Gefühlen zu befreien – oft ohne Erfolg. Der eigentliche Grund und die damit verbundene Lösung ihrer Probleme werden jedoch erst mit einer systemischen Aufstellungsarbeit aufgedeckt: Noch im Mutterleib wurden die Betroffenen von einem damals abgegangenen Zwillingskind getrennt. Seither litten sie unbewusst unter den Auswirkungen dieser vorgeburtlichen Trennung und Verlusterfahrung.

Dieses bislang wenig bekannte und unterschätzte Phänomen ist mir ein ganz besonderes Anliegen und findet zu meiner Freude immer mehr allgemeines Verständnis und wissenschaftliche Beachtung. In mehr als 300 Zwillingsaufstellungen durfte ich miterleben, wie sich Menschen aus ihrem Martyrium jahrelanger Angst- und Verhaltensstörungen innerhalb kürzester Zeit befreiten. Unerklärliche Verhaltensweisen, die einem das Gefühl vermittelten nicht vom Fleck zu kommen oder vielleicht sogar verrückt zu sein, unbestimmte Ängste, die den Energiefluss blockierten, und unbewusste Lebenseinstellungen, die bisher den eigenen  Erfolg boykottierten – alles war mit der Bewusstwerdung des verstorbenen Zwillings vergessen und aufgelöst.

Ich möchte mit diesem Beitrag Ihnen einen Impuls geben, sich ausführlicher damit zu beschäftigen, einen Impuls, der möglicherweise einen Prozess in Gang setzen kann, der weit über diesen Beitrag hinausgeht. Es kann ein Ende der inneren Leere, der Suche nach etwas Verlorenem und der Sehnsucht nach dem Tod sein.

Viele Schwangerschaften beginnen mit Mehrlingen. Im Forschungsbereich „pränatale Psychologie“ geht man von bis zu 70 Prozent aus. Wenn Zwillinge bzw. Mehrlinge angelegt sind, hören und spüren sie neben den mütterlichen Geräuschen auch die ihrer Geschwister. Schon in den ersten Wochen nach der Befruchtung nehmen sich die Geschwisterchen nicht nur über die Haut oder durch hell-dunkel-Sehen, sondern vor allem sensorisch, energetisch wahr. Sie merken, dass sie nicht allein sind!
Sie erfahren eine sehr tiefe, innige Nähe, die von keinem anderen Menschen gegeben werden kann - auch nicht durch die Mutter oder späteren Lebenspartner.

Das bedeutet, dass im Mutterbauch meistens nach kurzer Zeit für einen Teil der winzigen Menschlein das Leben schon zu Ende geht. Oft erleben die Zwillinge nur die ersten Wochen nach der Befruchtung gemeinsam – also im ersten Schwangerschaftsdrittel. Die Gründe dafür sind vielfältig. Häufig merkt die Mutter nichts davon.
Der gestorbene Zwilling ist eventuell noch länger körperlich vorhanden – als toter und immer härter werdender Klumpen. Dieser tote Klumpen wirkt auf den lebenden Fötus ein und ist sehr bedrohlich. Dieses traumatische Erlebnis – das Sterben und das unter Umständen noch lange vorhandene tote Überbleibsel seines Zwillings – ist für die Existenz des kleinen Wesens sehr bedrohlich und es erfährt einen tiefen Schock, der das ganze weitere Leben beeinflusst. Je länger die Zeit im Bauch der Mutter erlebt wird, desto inniger und stärker ist die Bindung untereinander – und desto größer ist der Verlust und die Lücke im Leben.

Der zurückgebliebene, lebende Zwilling kommt alleine auf die Welt. Was das für das weitere Leben bedeuten kann, ist tief und umfassend. Alles, was anschließend erlebt und gelernt wird, ist eingefärbt mit diesem traumatischen Erlebnis.
Wenn sie noch nicht wissen, ob in Ihnen dieses Trauma schläft, weise ich darauf hin, dass es so lange verborgen oder nicht bearbeitbar bleibt, bis es in Ihnen reif ist, angesehen zu werden. Aus diesem Grund kann es sich z.B. auch bei Familienaufstellungen lange Zeit nicht zeigen. Dieses Thema sollte nicht vorzeitig und damit "gewaltsam" an die Oberfläche geholt werden. Um die Situation für sich behutsam zu klären, sollte dies idealerweise in einem geschützten Rahmen geschehen, der von einer versierten Person geschaffen wird, welche selbst nicht (mehr) mit diesem Thema in Resonanz geht (also es selbst geklärt und verarbeitet hat) und von anderen Themen unterscheiden kann.


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Ihr Hans-Peter Hepe