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Lebensthemen / Schlank aus eigener Kraft / Wissen Stoffwechsel / Übergewicht und Gewichtsreduktion

Ursachen für Übergewicht und erfolgreiche Gewichtsreduktion

Ursachen für Übergewicht
Übergewicht ist immer das Resultat einer positiven Energiebilanz, d.h. es werden mehr Kalorien aufgenommen als verbraucht werden. Die Gründe für dieses Ungleichgewicht sind jedoch verschieden:

  1. 1.      übermäßige Kalorienzufuhr über Nahrungsmittel, durch
    1. zu große Nahrungsmittelmenge, insbesondere wenn unabhängig eines Hungergefühls aus emotionalen Gründen gegessen wird
    2. Speisen mit hoher Energiedichte und geringer Sättigungswirkung (z.B. gesüßte Getränke, Süß-und Backwaren, Kartoffelchips, Popcorn etc.)
  2. 2.      ungenügender Kalorienverbrauch durch Bewegungsmangel, insbesondere bei sitzender Tätigkeit und mangelndem Ausgleich in der Freizeit
  3. 3.      verminderter Kalorienverbrauch durch gelähmte Stoffwechselprozesse, infolge von
    1. Jahrzehnterlanger emotionaler Stress
    2. Jahrzehnterlanger falscher Ernährung
    3. Einnahme von dämpfenden Medikamenten

Erfolgreiche Gewichtsreduktion
Ein Abbau von Übergewicht ist nur durch eine Aktivierung der gelähmten Stoffwechselprozesse und einer negativen Energiebilanz möglich. Für eine dauerhafte Gewichtsreduktion sollten bestenfalls alle 4 Säulen der Adipositastherapie in Angriff genommen werden:

  • Regeneration der Stoffwechselprozesse

Verbesserung des Nierensystems, Anregung des Kalkstoffwechsels, Regulation des Säure-Basen-Haushalts und Regulation des Elektrolytgehalts im Blut, Verstärkung der Immunantworten

  • Veränderung des Ernährungsverhaltens

Veränderung von Verhaltensmustern und Optimierung der Ernährungsweise

  • Steigerung des Bewegungspensums

Möglichkeiten zur Steigerung der Alltagsaktivität und sportliche Betätigung

Einflussfaktoren auf die Ernährung
Das Wissen über entsprechende Nährstoffgehalte und Auswirkungen der Lebensmittel auf den Körper beeinflusst die Ernährung nur teilweise. In vielen Fällen beeinflussen soziale Faktoren das was, wie und wann gegessen wird, wesentlich stärker:

1.       erlerntes/ antrainiertes Essverhalten

  • Gewohnheiten (z.B. Popcorn im Kino, Chips vor dem Fernseher)
  • festgelegte Mahlzeiten (z.B. Kaffee und Kuchen am Nachmittag)
  • Belohnung durch Süßes bei Frust, Ärger, Melancholie

    2.       persönliche Faktoren
  • Kenntnisse über Nahrungsmittel und „gesunde“ Ernährung
  • Kochkenntnisse
  • verfügbare Zeit

    3.       soziale und kulturelle Faktoren
  • Familie und Freunde (Ernährungsgewohnheiten des Umfeldes)
  • Essen in Gesellschaft (z.B. Nachmittagsbier mit Freunden, Besuch des Eiscafés)
  • Kulturelle Anlässe (z.B. Mehrgänge-Menüs an Festtagen, Kuchen zu Feierlichkeiten)
  • Beeinflussbarkeit des Mahlzeitenzeitpunktes (festgelegte Arbeitspausen, festgelegte Mahlzeiten)
  • Beeinflussbarkeit des Speisenauswahl (Kantine, Mensa, Kindergarten, Heim)

    4.       ökonomische Faktoren
  • finanzielle Situation (z.B. „billige“ Instantprodukte statt frischer Zutaten)
  • Angebote und Werbung

 

Einflussfaktoren auf die Gewichtsreduktion
Wie schnell und in welchem Umfang Gewicht reduziert wird, ist individuell sehr verschieden und hängt von zahlreichen Faktoren ab:

Geschlecht
Männer besitzen einen höheren Muskelmasseanteil und folglich mehr energieverbrauchende Zellen. Zudem wirkt sich das männliche Sexualhormon Testosteron eher günstig auf den Fettabbau aus, während Östrogen die Speicherung von Fett insbesondere an Hüften und Oberschenkel fördert. Männer nehmen schneller ab als Frauen.

Alter
Mit dem Alter nimmt die Stoffwechselaktivität und folglich der Energieverbrauch ab. Zudem ist es schwieriger, neues Muskelgewebe aufzubauen. Ältere nehmen langsamer ab als Jüngere.

Ausgangsgewicht
Je höher das Körpergewicht, umso höher der Energieverbrauch, da mehr Körpermasse versorgt werden muss und es einen enormen körperlichen Aufwand bedarf, die zusätzliche Masse zu tragen. Je höher das aktuelle Gewicht ist, umso schneller erfolgt der Gewichtsverlust. Aber: mit sinkendem Körpergewicht verlangsamt sich auch die Gewichtsreduktion.

Diätvorgeschichte
Häufige Diätversuche, insbesondere durch Hungern oder unseriöse Diäten, reduzieren die energieverbrauchende Muskelmasse und den Grundumsatz.. Personen, bei denen der Grundumsatz an eine kalorienarme Ernährungsweise angepasst ist, fällt es schwerer, ein ausreichendes Energiedefizit zu erreichen.

Erkrankungen
Verschiedene Erkrankungen beeinflussen die Stoffwechselleistung und folglich auch den Fettstoffwechsel. Insbesondere ein Mangel an Schilddrüsenhormonen oder die Einnahme von sedierenden Medikamenten reduziert den Energieverbrauch des Körpers. Bei Hypothyreose oder unter Antidepressiva fällt die Gewichtsreduktion schwerer.