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Wie im Mutterleib so im Leben

Unsere ersten Beziehungen und Bindungen im Mutterleib beeinflussen unser Verhalten außerhalb des Mutterleibes: Wie im Mutterleib so im Leben.

War Todesbedrohung im Mutterleib, wird auch das Leben als bedrohlich und panikmachend erlebt. Wenig Wärme und Geborgenheit führt später im Leben zu Selbstzweifel und Zaghaftigkeit. Pränatale Defizite können im späteren Leben zu Drogensucht, Entfremdung vom Körper, Bindungsängste, Leistungsdruck, Isolation, Aggression und vieles mehr führen.

Im Mutterleib finden mehr traumatische Ereignisse statt als vielfach geglaubt oder vorgestellt wird. Verlust eines Zwillingsgeschwisterchens, Abtreibungsversuch, Mutter raucht, nimmt Drogen, Medikamente und anderes mehr.

Dann traumatische Ereignisse in der Geburtsphase (perinatal) selbst: Eine schwere und langandauernde Geburt, die trockene Geburt, Wehentropf, Geburtszange, Saugglocke, Narkose, Kaiserschnitt, das Weglegen des Säuglings nach der Geburt u.v.a.m.

Und auch im 1.Jahr nach der Geburt (postnatal) kann jede Menge traumatisches Material für die spätere Lebensentwicklung vorhanden sein: Krankenhausaufenthalte ohne Mutter oder hinter einer Glasscheibe, Ersatzmutter Großmutter, Entfernen der Mutter vom Kind und wenige soziale Kontakte.

Diese drei Phasen (pränatal, perinatal, postnatal) stellen die Basis für unser späteres Leben dar. Was am Anfang passiert, beeinflusst alles was folgt.

So sollte das Ziel jeder systemischen Arbeit sein, die traumatischen Ereignis-Bilder aus dieser Anfangsphase unseres Lebens, die uns eng, schwach und krank machen, zu verwandeln in gute Bilder, die uns stärken für ein selbstbestimmtes Handeln im Leben.

Es ist nie zu spät, eine erfüllte Zeit im Mutterleib, eine gute Geburt und ein in tiefer Zufriedenheit gespürtes erstes Lebensjahr gehabt zu haben.